| Stuttgart, 11.3.2006 - Tarifauseinandersetzung - ver.di-Aktion vor der Müllverbrennungsanlage in Stuttgart-Münster |
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ver.di-Aktion vor der Müllverbrennungsanlage Münster Bericht von Thomas Trueten Wir waren morgens von 07:00 bis 09:30 da. Die Stimmung der Kollegen war sehr gut! Nach dem Bericht auf www.stuttgarter-zeitung.de sind Blockaden verboten gewesen, allerdings betraf das keine Demonstration. Vor der sehr engen Einfahrt standen denn auch so viele Demonstranten herum, daß die "privaten" Entsorgungsunternehmen leider nicht durchkamen und unverrichteter Dinge abziehen mussten. ;-) Ein Vertrauensmann von Stihl hat die Solidarität der Metaller mit den verdi Kollegen hervorgehoben und die aktuelle Auseinandersetzung bei Metall um den Lohnrahmentarifvertrag II angesprochen. Bernd Riexinger, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Stuttgart, hat zum aktuellen Verhandlungsstand gesprochen und auf die verschiedenen Aktionen, u.a. beim Staatstheater, wo die "Faust 21" Aufführung kurzzeitig unterbrochen wurde (siehe www.stuttgarter-zeitung.de) hingewiesen. Dienstag sollen nochmals Sondierungsgespräche stattfinden. Bis Mittwoch wird auf jeden Fall weiter gestreikt, dann tagt auch die Tarifkommission und wird das weitere Vorgehen beraten. Der Kollege Riexinger rief die Kollegen dazu auf, den Streik auch weiterhin aktiv zu führen und z.B. auch zu Informationsaktionen in die Stadteile zu gehen. Wichtig fand ich auch der Hinweis auf die Hetze in den Medien. Das könnt Ihr ja auf der Seite der Stuttgarter Zeitung oder auch bei "Bild" sehen, wo die stehen. So wurden beispielsweise in Krankenhäusern OP Termine auf Streiktage gelegt, sobald diese bekannt wurden, nur um hinterher medienwirksam behaupten zu können, der Streik von verdi richtet sich gegen "uns". Das ist ein Vorgeschmack auf die Berichterstattung, die wir mit unserer Tarifrunde bei Metall zu erwarten haben, Streik ist für *diese* Medien nie populär. Die Kollegen haben auch flexibel auf die Versuche reagiert, daß der Müll bei "Schrott Karle" am Nordbahnhof gelagert wird und mit 50 Mann einen Autokorso gebildet und dort spontan demonstriert. Leider hatten wir nicht den ganzen Tag Zeit, es kamen aber ständig neue KollegInnen hinzu so daß hoffentlich auch der kritische Nachmittag, wenn die privaten Entsorger vielleicht wieder vorbei schauen, im sinne der verdi KollegInnen verläuft. |