Berlin, 28.1.2007 - Propaganda-Veranstaltung gegen den iranischen Präsidenten Mahmud AhmadinedschadBilder

Kriegspropaganda nach dem Motto: Haltet den Dieb, ruft der Dieb

Meldung über den Aufruf zu der Propaganda-Veranstaltung gegen den iranischen Präsidenten

AF, 4.1.2007 -- Organisationen der USA-Israel-Lobby werben für eine Demonstration mit Mitteln, die sie angeblich selbst verurteilen. Sie instrumentalisieren den Holocaust - mit einem Maximum an Falschheit, böswilliger Unterstellung und Verdrehung der Tatsachen. Der Haupt-Slogan des Aufrufs "Ich will den atomaren Holocaust" wird Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad untergeschoben - nach dem Motto: Haltet den Dieb, ruft der Dieb.

Einer derjenigen, die eine realistische Einschätzung der Situation geben, ist Daniel Ellsberg, US-Ökonom und Träger des alternativen Nobelpreises. Er warnt vor einem Atomkrieg der USA und Israels gegen den Iran und ruft die Weltöffentlichkeit zum Protest und Insider zum Geheimnisverrat auf, damit dieser Krieg noch verhindert werden kann. Nur drei bunkerbrechende Atombomben würden mit ihrem Fall-Out im Iran für über zwei Millionen Zivilisten den Tod bedeuten.

Doch diejenigen, die ohne Scheu in Erwägung ziehen, den Iran anzugreifen, werfen dem Iran vor, einen Atomkrieg führen zu wollen. Diejenigen, die über Atomwaffen verfügen, werfen dem Iran, der keine besitzt, vor, den Besitz dieser Waffen anzustreben und damit einen Völkermord begehen zu wollen. Bezogen auf Irans Präsidenten, der das Vorgehen des 'zionistischen Regimes' gegenüber der palästinensischen Bevölkerung als Völkermord brandmarkt, ist bei juedische.at, einer der aufrufenden Organisationen, zu lesen: "Der Vergleich mit Adolf Hitler ist zutreffend".


'Kein 4. Reich mit einem Führer Ahmadinedschad'

Kurzbericht über die Propaganda-Veranstaltung gegen den iranischen Präsidenten

AF, 16.2.2007 -- Bei der am 28.1.2007 in Berlin u.a. von 'Honestly Concerned' und 'I like Israel' (ILI) getragenen Propaganda-Veranstaltung, zu der unter dem Motto 'Kein 4. Reich mit einem Führer Ahmadinedschad' aufgerufen wurde, kam es zu einer Vielzahl von demagogischen, einem Krieg gegen den Iran Vorschub leistenden Äußerungen.

Sacha Stawski von 'Honestly Concerned' verunglimpft Ahmadinedschad als Judenhasser, der der 'Hitler des 21. Jahrhunderts' werden möchte, und als Volksverhetzer, der wiederholt den Holocaust geleugnet, Israel von der Landkarte tilgen will, zur Judenvernichtung aufruft, Terror finanziert, die gesamte zivilisierte westliche Welt bedroht und verhöhnt. Und er sagt: "Die atomare Aufrüstung des iranischen Regimes bedroht Europa, Israel und die gesamte freie westliche Welt."

Matthias Küntzel, Leitfigur der so genannten Anti-Deutschen, gibt folgendes von sich: "Ahmadinejad plus Atomwaffen: Das ist der zweite Holocaust. Dieser Mann ist von der Vorstellung besessen, durch die Vernichtung Israels die Welt zu befreien... wie Hitler die Menschheit mit dem Judenmord zu 'befreien' suchte..." Und er liefert vorab die Legitimation für einen Krieg Israels gegen den Iran, indem er sagt: "Wenn sich... Israel... gezwungen sehen sollte, die Entwicklung der iranischen Bombe gewaltsam zu verzögern, dann hat niemand hierzulande das Recht, dies zu kritisieren. Solidarität mit Israel. Stoppt Ahmadinejad!"

Ethan Sissman, tituliert als Vorstand eines jüdischen Studendenverbandes, versteigt sich zu folgenden Äußerungen: "62 Jahre nach der Breiung von Auschwitz bringt der Iran und Achmadinedschad nun die Leugnung des Holocaust ins Zentrum seiner Politik... Der Iran hat Israel doch schon unlängst angegriffen. Vergangenen Sommer führten die Marionetten der Mullahs den ersten Krieg unserer Zeit in Israel... Es ist der Iran, der den Krieg im Irak eskalieren läßt. Es ist der Iran, der den Libanon destabilisiert. Es ist der Iran, der den internationalen Terrorismus fördert... Nachsicht bedeutet Teilhabe an der Planung und Durchführung der Vernichtung der Bewohner Israels. Europa hat schon einmal Nachsicht gehabt... Wir rufen feierlich aus: Lang lebe Israel! Lang leben die Vereinigten Staaten von Amerika!"


'Irans Präsident Ahmadinedschad plant den Massenmord'

Aus dem Aufruf von 'ILI - I Like Israel e.V.'

  • Irans Präsident Ahmadinedschad plant den Massenmord
  • Die 'Holocaust–Konferenz' in Teheran ist Teil seiner Vorbereitung
  • Die Entwicklung von Atombomben und Raketen bedroht auch Europa
  • Der Vergleich mit den gefährlichsten Verbrechern der Weltgeschichte ist zutreffend
  • Demokraten dürfen nicht schweigen
Unterstützer:
  • aa-Klöpenick
  • Alternatives Jugendzentrum Dessau e.V.
  • Am Echad
  • anti-anti-americanism.com
  • AVIVA Berlin
  • BABEL TV
  • Beth Shalom
  • Bnei Brit Düsseldorf
  • Bnei Brit Frankfurt
  • Bund jüdischer Jugendlicher und Studenten zu Köln (BjJSK)
  • Bundesverband Jüdischer Studenten Deutschland (BJSD)
  • Chaverim - Freundschaft mit Israel e.V.
  • Christen an der Seite Israels e.V.
  • Das Blatt
  • Deutsch-Israelische Gesellschaft Aachen e.V.
  • Deutsch-Israelische Gesellschaft Jugendforum Hamburg
  • Deutsch-Israelische Gesellschaft Jugendforum Rhein-Ruhr
  • Deutsch-Israelische Gesellschaft München
  • die Brücke Berlin-Jerusalem
  • die jüdische (www.juedische.at)
  • Europäische Koalition für Israel
  • Evangelische Vaterunser-Krichengemeinde Berlin
  • Freundeskreis Israel Regensburg
  • Freundeskreis Israel Stralsund
  • Gaywest
  • Hageulah
  • Hans Rosenthal Loge
  • Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft e.V.
  • Honestly Concerned
  • ILI – I Like Israel e.V.
  • Initiative gegen Antisemitismus Zürich
  • Initiative Verteidigt Israel Kiel
  • International Christian Embassy Jerusalem - ICEJ
  • ICZCJ
  • Internationales Netzwerk der Versöhnung e.V.
  • Internationales Projekt Begegnungen
  • Iranische Demokraten Iran
  • Israel Heute - Christen an der Seite Israels e.V.
  • Israelitische Synagogen Gemeinde Adass Jisroel Berlin
  • IsraelNet
  • J-Comm Jewish Community
  • Jüdische Gemeinde Aachen
  • Jüdische Gemeinde Bad Segeberg
  • Jüdische Gemeinde Duisburg-Mühlheim-Oberhausen
  • Jüdische Gemeinde Düsseldorf
  • Jüdische Gemeinde Emmendingen
  • Jüdische Gemeinde Essen
  • Jüdische Gemeinde Hameln
  • Jüdische Gemeinde im Lande Bremen
  • Jüdische Gemeinde Kiel
  • Jüdische Gemeinde Krefeld
  • Jüdische Gemeinde Marburg-Lahn
  • Jüdische Gemeinde Mönchengladbach
  • Jüdische Gemeinde Pinneberg
  • Jüdische Gemeinde Wuppertal
  • Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe
  • Jüdische Kultusgemeinde Trier
  • Jüdische Landesgemeinde Thüringen
  • Jüdische Organisation Norddeutscher Studenten e.V.(JONS)
  • Jüdischer Studentenverband Berlin JSB
  • Jüdischer Studentenverband Stuttgart SVS
  • Jugendzentrum Jachad Köln
  • Jugendzentrum OLAM Berlin
  • Keren Hayessod - Vereinigte Israel Aktion e.V.
  • Landesverband der jüdischen Gemeinde von Nordrhein
  • Landesverband Jüdischer Ärzte NRW e.V.
  • Lauder Stiftung Berlin
  • Liberales Forum Leipzig
  • Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg
  • Maayan Lerncenter der Ronald S. Lauder Stiftung Berlin
  • Makkabi Deutschland e.V.
  • Motorradschwestern Berlin
  • Nahostfocus
  • Negative Assoziation Hamburg
  • Outcut TV
  • Politically Incorrect
  • Pro-Israel-Initiative "never again"
  • Prozionistische Linke Frankfurt
  • Raoul Wallenberg Loge Berlin
  • Sächsische Israelfreunde e.V.
  • Solidarity Movement of Iranians for Liberty and Democracy
  • SPD Berlin Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg
  • Synagogen Gemeinde Bonn
  • Synagogen Gemeinde Halle
  • Synagogen Gemeinde Köln
  • Telegehirn
  • Verein zum Schutz der Freiheit der Schriftsteller im Iran e.V.
  • Wächter des Ewigen Iran
  • WADI e.V.
  • WIZO Berlin
  • WIZO Köln
  • www.flensburg-online.de
  • Zentrum David Schweiz
  • Zionistische Jugend Deutschland/Berlin (ZJD)
  • Zionistsiche Organisation Berlin (ZOB)
  • Zionistische Organisation Deutschland (ZOD)
  • Zionistische Organisation Frankfurt

'Gegen den gefährlichsten Politiker der heutigen Zeit'

Aus einer Pressemitteilung von 'Honestly Concerned'

Nach Angaben der Polizei, machten sich ca. 6-700 besorgte BürgerInnen in strömendem Regen zu Fuß auf den Weg vom Roten Rathaus (Alexanderplatz) zum Holocaust Mahnmal. Bis zur Ankunft am Kundgebungsort, unmittelbar am Holocaust Mahnmal, hatten sich mehr als 2.000 Demonstranten - Juden, Christen, Muslime und Atheisten - unter Ihnen u.a. Deutsche, Schweizer, Österreicher, Amerikaner, Staatenlose und Iraner, eingefunden. Der Anblick, der am Mahnmal, um die Ecke immer näherkommenden Menge von Demonstranten, geschmückt mit Israelischen und Iranischen Fahnen, ergab ein unvergeßlich beeindruckendes Bild im Grau dieses kaltnassen Tages.

Die Eröffnungsansprache wurde von Herrn Andreas Wittenzelner, von der Gruppe Am Echad, aus München, gehalten. Ihm folgte Herr Markus Löning, MdB (FDP) der die Demonstranten in bewegenden Worten in Ihrem Protest ermutigte. Dr. Matthias Küntzel unterstrich mit wichtigen Daten und Fakten den übernotwendigen Handlungsbedarf auf Seiten der Regierung den holen Phrasen endlich Taten folgen zu lassen. Ihm folgte eine Ansprache von Sacha Stawski, von Honestly Concerned e.V., der auch ein kurzes Dankwort am Ende der Kundgebung an den Hauptorganisator der Demo, Herrn Dipl.sc.pol. Leo Sucharewicz, von der Gruppe ILI - I Like Israel Movement, richtete. Die Moderation der Kundgebung übernahm Meloldy Sucharewicz. Weitere Grußworte wurden von einem Repräsentanten des BJSD, einem Repräsentanten der Iranischen Exilgruppe CPI, sowie einem Gast aus Israel gesprochen. Der Redebeitrag von dem Iran Experten, Dr. Wahied Wahdat-Hagh, entfiel leider augrund der triefenden Nässe. Herr Alexander Brenner und RA Albert Mayer, von der Jüdischen Gemeinde Berlin, sowie Dr. Friedbert Pflüger, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, ließen sich mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Kundgebung entschuldigen.

Die Demonstration wurde von über 100 unterschiedlichen Organisationen und vielen bekannten Persönlichkeiten, die z.T. auch in der Menge auszumachen waren, unterstützt.

Trotz Wind und Wetter, wurden Herrn Achmadinedschad, wie aber auch den Anhängern einer Fortsetzung der bisherigen Appeasement Politik, ein deutliches Signal geschickt. Berlin war erst der Anfang. Solange die vom derzeitigen Iranischen Regime ausgehende Gefahr nicht gebannt ist, werden wir - bei Wind und Wetter - in immer stärker werdenden Zahlen und in immer größeren und breiteren Bündnissen weiter demonstrieren!


'...bedroht Europa, Israel und die gesamte freie westliche Welt'

Rede von Sacha Stawski, Honestly Concerned

Meine Damen und Herren,

Manch einer mag Straßenproteste, wie diesen, für kindisch oder unangemessen halten. Manch einer mag es vorziehen bei Freunden oder Bekannten über die aktuelle Situation zu lamentieren, gegebenenfalls mal einen Leserbrief zu schreiben, oder - was viel wahrscheinlicher ist - gar nichts zu tun. Zu viele denken, daß „es ja nicht um einen selber gehen würde“ – „das man selber ja nicht betroffen sei“, oder das andere das Protestieren schon übernehmen würden, oder, oder, oder. In Bezug auf das derzeitige Regime im Iran sind diese oder jedwede andere Appeasement Haltungen dieser Art schlichtweg falsch!

Die Drohungen des Herrn Ahmadinedschad und seiner Gleichgesonnenen richten sich keinesfalls nur gegen den Staat Israel. Sie richten sich gegen die gesamte westliche Lebensweise und gegen jeden der hier Anwesenden!

Das ist es, was die breite Öffentlichkeit bisher nicht verstanden hat und warum hier nicht Hunderttausende stehen, sondern, im Vergleich dazu, nur einige Wenige Tausend. Deshalb kann man die breite Öffentlichkeit, wie auch die ewiggestrigen Freunde des folgenloses „Dialogs“, nur immer wieder aufs deutlichste erinnern:

AUGEN AUF – OHREN AUF – UND, BITTE, SCHAUT UND HÖRT DOCH ENDLICH HIN: Die atomare Aufrüstung des iranischen Regimes bedroht Europa, Israel und die gesamte freie westliche Welt. Schon heute verfügt der Iran über Raketen, die Europa und den Nahen und Mittleren Osten in ein Inferno verwandeln können. An seinen mörderischen Absichten läßt Ahmadinedschad keine Zweifel:
  • Der iranische Staatspräsident und seine Anhänger leugnen den Holocaust.
  • Sie beschleunigen Ihr Treiben, um in den Besitz von Atomwaffen zu kommen
  • und sie propagieren die immer näher kommende Vernichtung des Jüdischen Staates.
Darüber hinaus fördert das Regime den islamistischen Terrorismus weltweit, während Regimekritiker inhaftiert werden; Frauen gesteinigt und Menschenrechte mit Füßen getreten werden, usw.! Wir die hier stehen, werden dies nicht länger zulassen, und daher bekunden wir heute und immer wieder laut und deutlich: NIEMALS! NIE WIEDER! NEVER AGAIN!

Mit der Protestkundgebung setzen wir eindeutige Signale:
  • Wir zeigen Ahmadinedschad und seinem Regime, dass Gesellschaft und Politik auf die Drohungen gegen Israel mit Abscheu reagieren und jeden Versuch, Israel zu zerstören, nicht zulassen werden.
  • Wir fordern keinen Dialog mit einem Volksverhetzer, oder anderen seines Regimes, die wiederholt den Holocaust geleugnet haben, Israel von der Landkarte tilgen wollen, zur Judenvernichtung aufrufen, Terror finanzieren, am Aufbau atomarer Bedrohung arbeiten und die gesamte zivilisierte westliche Welt bedrohen und verhöhnen.
  • Wir fordern ein Ende des diplomatischen Schmusekurses mit dem Judenhasser Ahmadinedschad, der offenbar der „Hitler des 21. Jahrhunderts“ werden möchte. Diplomatische Beziehungen zu einem Land, dessen Staatsoberhaupt den Holocaust leugnet und der jüdischen Bevölkerung Israels mit Vernichtung droht, sind nicht zu rechtfertigen. Das neue Idol der Rechtsextremen, Neonazis und Antisemiten muss in die Schranken gewiesen werden.
  • Eine unveränderte Fortsetzung von »Dialog«, wie es so schön heißt, wie auch eine unbeirrte Fortsetzung von kulturellem und wirtschaftlichem Austausch, insbesondere auch finanzielle Förderbeziehungen mit Staaten und Organisationen, die Antisemitismus dulden oder fördern setzen das falsche Signal und sind umgehend einzustellen.
  • Wir drücken unsere Solidarität mit den Iranerinnen und Iranern aus, die unter dem Regime leiden oder ins Exil flüchten mußten. Wir protestieren gegen die Vertreter eines Regimes, die verantwortlich sind für Menschenrechtsverletzungen, Gewalt, Unterdrückung und die Armut der Bevölkerung im Iran.
Meine Damen und Herren, wir stehen hier und heute vor dem Mahnmal zum Gedenken an die ermordeten Juden Europas, nur unweit von dem geschichtsträchtigen Reichstag, von dem aus ein Diktator mit seinem Regime vor gut 70 Jahren die Welt in ein Unheil gestürzt hat. Dies ist der Ort und dies ist der Zeitpunkt, um mit lauter und geschlossener Stimme zu verkünden: STOP NOW!

Nur weil Iran der wichtigste Markt im Mittleren und Nahen Osten für Deutsche Unternehmen sein mag, heißt dies nicht, daß Deutschland schweigen soll. Im Gegenteil, die ökonomische Macht ist zu nutzen, um noch entschiedener gegen die Hasspropaganda und Agitation einzutreten!

Von Hitler bis Slobodan Milosevic beweist die Geschichte immer wieder, was geschieht, wenn die Welt die Drohungen eines aggressiven Führers nicht ernst nimmt. Nun ist die Zeit, um den internationalen Druck auf den Iran zu verstärken. Wir haben es hier mit einem Regime zu tun, das den Tod für wertvoller erachtet als das Leben. Ein Regierungsoberhaupt mit dieser Mentalität, verbunden mit Raketen, die Europa erreichen können, ist viel zu gefährlich, um nukleare Waffen zu besitzen!

Meine Damen und Herren, ich schließe mit einem Zitat aus der Rede von Dr. Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, gehalten am 9. November 2006 in der Paulskirche in Frankfurt: „…Die allgegenwärtige Gefahr wird aber gewiss auch nicht geringer, wenn wir sie verleugnen. Das Wegsehen, das Schönreden, das in Europa zu oft dem islamo-faschistischen Regime im Iran, wo Drahtzieher und Paten des Terrors agieren, entgegengebracht werden – das ist eine moralische Bankrotterklärung. „Normale“ Beziehungen - politisch, ökonomisch, sportlich -, diplomatische Höflichkeit – das sind doch gerade die falschen Signale. Falscher geht es doch kaum noch. Richtiger wären: Einfrieren der Beziehungen, internationale Isolierung. Verachtung statt Achtung. Und: Kein Appeasement.“


'Ahmadinejad plus Atomwaffen: Das ist der zweite Holocaust'

Rede von Matthias Küntzel

Deutschland muss sich entscheiden, ob es an der Seite des Iran Partei gegen die USA ergreifen will, oder an der Seite der USA Partei gegen den Iran. Ahmadinejad plus Atomwaffen: Das ist der zweite Holocaust.

Dieser Mann ist von der Vorstellung besessen, durch die Vernichtung Israels die Welt zu befreien. Deshalb wird er im März dieses Jahres 3.000 Uranzentrifugen in Betrieb nehmen, genug für zwei Atombomben pro Jahr. Er ist der Mann, der für Israels Zerstörung alles auf eine Karte setzt. Die Konsequenzen des Atomkriegs gegen Israel wären derart schrecklich, dass das Reden über Wahrscheinlichkeiten sich verbietet, solang die Möglichkeit besteht.

Deswegen hatte die Bundeskanzlerin recht, als sie vor einem Jahr die Gefahr der iranischen Bombe mit der Nazi-Gefahr der Dreißiger Jahre auf eine Stufe stellte und erklärte: „Wir müssen die Rhetorik des iranischen Präsident ernst nehmen. Wie müssen den Anfängen wehren.“

Heute aber wird die Parole „Wehret den Anfängen“ nicht gegen das Mullah-Regime, sondern gegen die USA in Anschlag gebracht, um die amerikanische Sanktionspolitik gegen deutsche Banken und Konzern – Todeshändler, die mit dem antisemitischen Regime Geschäfte machen – schon in „den Anfängen abzuwehren“.

Heute ist auf der Homepage des Auswärtigen Amts beim Stichwort Iran nicht von Holocaust-Leugnung und von Vernichtungsdrohungen die Rede. Stattdessen wird auf dieser Homepage – auch gegenwärtig! – von der „Lebendigkeit des deutsch-iranischen Kulturaustauschs“ und von dem „Aufwärtstrend in den deutsch-iranischen Handelsbeziehungen“ geschwärmt.

Heute gilt es in Deutschland als selbstverständlich, dass das Land der Holocaust-Täter mit dem Land der Holocaust-Leugner Geschäfte macht.

Selbst noch im Jahr 2006 – als jeder in der Welt den Vernichtungswunsch und die Vernichtungsvorbereitungen des iranischen Präsidenten kannte – hat die Bundesregierung die Neu-Investitionen deutscher Konzerne im Iran mit üppigen Hermes-Bürgschaften belohnt. Hermes-Bürgschaften garantieren, dass der Staat die Verluste deutscher Firmen im Iran aus Steuermitteln ersetzt. Sie lenken deutsche Investitionen dahin, wo man sie aus politischen Gründen haben will. So wurden mit Unterstützung der Bundesregierung allein in der ersten Jahreshälfte 2006 Waren im Wert von 2,3 Milliarden Euro in den Iran exportiert.

70 Prozent der iranischen Industrie gehört dem staatlichen Sektor an. Die von der Bundesregierung geförderten Geschäfte werden nicht mit unabhängigen Firmen, sondern mit eben jenem Regime gemacht, das die Auslöschung Israels vorbereitet.

Diesem Land ist der moralische Kompass abhanden gekommen: Das Land der Holocaust-Täter ist für das Land der Holocaust-Leugner der wirtschaftspolitische Komplize Nr. 1. Man scheint sich hierüber noch nicht einmal zu schämen – sondern fühlt sich wohl dabei! Als im Dezember der israelische Premier Ehud Olmert diese Hermes-Bürgschaften kritisierte, griff kein Politiker und keine Zeitung diese Anklage ernsthaft auf. Olmerts Forderung wurde ignoriert oder ausgelacht. „Israel wirft Deutschland gerne vor, es denke eher ans Geschäft als an die Moral“ – mokierte sich beispielsweise die FAZ, so als handele es sich um ein durchtriebenes Spielchen, um einen fiesen jüdischen Trick.

Deutschland setzt sich zwar für das geschlossene Vorgehen der Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat ein, wo der größte Zauderer das Tempo bestimmt. Doch alle Schritte, die darüber hinaus gehen, werden abgeblockt. Berlin tut alles, um die Bemühungen der USA zu torpedieren, die darauf abzielen, das iranische Regime mit wirksamen Sanktionen und Boykotts, mit friedlichen Mitteln also, zur Umkehr zu zwingen.

Wenn aber ein Land den iranischen Kriegstreibern mit dem Mittel des Boykotts in den Arm fallen könnte, dann Deutschland. Nach Auskunft des Geschäftsführers der deutsch-iranischen Handelskammer in Teheran, Michael Tockuss, sind „rund zwei Drittel der iranischen Industrie maßgeblich mit Maschinen und Anlagen deutschen Ursprungs ausgerüstet. Die Iraner sind durchaus auf deutsche Ersatzteile und Zulieferer angewiesen.“

Kann deutlicher zum Ausdruck gebracht werden, über welch unglaubliche Möglichkeiten die Bundesrepublik – und zwar hauptsächlich sie! – verfügt, um die sich anbahnende Katastrophe abzuwenden?

Die Bundesregierung muss sich entscheiden. Wer sich der Welt als besonders enger Freund von Israel präsentiert und als eine Nation, die die Lehren der Geschichte begriffen hat, kann nicht gleichzeitig der beste westliche Freund eines Regimes sein, das Israel vernichten will.

Die Bundeskanzlerin muss sich entscheiden, ob sie ihrem „Wehret den Anfängen“ Taten folgen lassen will, oder ob ihre Worte die internationale Öffentlichkeit täuschen sollten – als eine Kulisse, hinter der das „business as usual“ ungestört weitergeht. Der Deutsche Bundestag und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, der CDU-Politiker Ruprecht Polenz, der die Öffentlichkeit mit der Behauptung, Ahmadinejad nehme im Iran „eher die Funktion eines Innenministers wahr“ zu täuschen sucht, und der sich dafür einsetzt, dem Iran die Anreicherung von Uran zu gestatten – alle gewählten Abgeordneten dieses Landes müssen sich entscheiden, ob sie ein Zeichen setzen und dem Beispiel des schwedischen Parlaments folgen wollen, das aus Protest gegen die Holocaust-Leugnung alle Beziehungen mit dem iranischen Parlament abgebrochen hat, oder nicht.

Sie müssen sich entscheiden, mit wem sie die sogenannte „strategische Partnerschaft“ eingehen wollen. Wollen sie, wie dies der Direktor der „Stiftung Wissenschaft und Politik“, Volker Perthes, empfiehlt diese „strategische Partnerschaft“ mit dem Mullah-Regime eingehen, oder meinen sie es ernst mit der Verteidigung von Israels Existenz. Beides gleichzeitig geht nicht.

Und zuletzt die deutschen Medien, die deutsche Friedensbewegung, die deutsche Linke und alles, was dazu gehört. Diese sogenannte „Zivilgesellschaft“ sollte sich vor allen Dingen schämen.

Sich schämen darüber, – und ich sage dies als Nicht-Jude – dass man den eliminatorischen Antisemitismus eines Ahmadinejads ignoriert und den Kampf dagegen erneut den Juden überlässt, wie wir heute sehen.

Sich schämen darüber, dass nicht sie es ist, die den deutschen Konzernen und Banken das Iran-Geschäft vermiest, sondern einzig und allein das Finanzministerium der USA.

„Scham ist eine Art Zorn, der in sich gekehrte. Und wenn eine ganze Nation sich wirklich schämte, so wäre sie der Löwe, der sich zum Sprunge in sich zurückzieht“, schrieb ein gewisser Herr Marx vor 160 Jahren. „Ich gebe zu“, fügte er hinzu, „sogar die Scham ist in Deutschland noch nicht vorhanden; im Gegenteil, diese Elenden sind noch Patrioten.“

Liebe Freundinnen und Freunde – lasst uns alles tun, um diese Große Koalition der Komplizenschaft zu sprengen. Heute ist das jüdische Interesse das universelle Interesse. Wem Israels Existenz am Herzen liegt, wer einen neuen gigantischen Krieg vermeiden will, muss heute – in welcher Position und an welchem Schalthebel auch immer – alles, aber wirklich alles tun, um eine rasche und durchgreifende Veränderung der deutschen Iranpolitik zu erzwingen.

Wenn Teheran nicht unverzüglich massiv unter Druck gesetzt und vor die Alternative gestellt wird, entweder seinen Kurs zu ändern oder aber verheerende ökonomische Schäden zu erleiden, bleibt nur die Wahl zwischen einer schlechten Lösung – die militärische Option – oder einer schrecklichen, der iranischen Bombe.

Wenn sich aber Israel – auch wegen der Haltung von Politik und Öffentlichkeit in Deutschland – gezwungen sehen sollte, die Entwicklung der iranischen Bombe gewaltsam zu verzögern, dann hat niemand hierzulande das Recht, dies zu kritisieren.

Solidarität mit Israel. Stoppt Ahmadinejad!


'Lang lebe Israel! Lang leben die Vereinigten Staaten von Amerika!'

Rede von Ethan Sissman, Jüdischer Studentenverband

62 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz bringt der Iran und Ahmadinedschad nun die Leugnung des Holocaust ins Zentrum seiner Politik. Der Staat Israel wird diffamiert und angegriffen. Die Bewohner des Staates Israel stehen nicht erst heute im Zentrum des antisemitischen Terrorregimes. Der Iran hat Israel doch schon unlängst angegriffen. Vergangenen Sommer führten die Marionetten der Mullahs den ersten Krieg unserer Zeit (?) in Israel. Israel mußte sich gegen die Angriffe feiger Terroristen erwehren, die über Jahre hinweg in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Moscheen und Wohnkomplexen Hauptquartiere und Waffendepots errrichteten. Die mit Eisenkugeln gefüllten iranischen Katjuscha-Raketen sorgten für Tod und Zerstörung in Israel.

Es ist der Iran, der den Krieg im Irak eskalieren läßt. Es ist der Iran, der den Libanon destabilisiert. Es ist der Iran der den internationalen Terrorismus fördert, unterstützt und ihm eine Heimstätte gibt.

Neu ist der Antisemitismus des iranischen Regimes nicht. Neu ist nur, daß die Terroristen bald eine Atombombe zur Verfügung haben werden.

Wir demonstrieren gegen den gefährlichsten Politiker der Welt. Ich gebe meinen Vorrednern Recht. Wir demonstrieren aber auch gegen die gefährlichen, naiven Appeasement-Poltiker der internationalen politschen Bühne. Israel wird nicht die Tschechoslowakei des heutigen Jahrhunderts werden. Es ist dieselbe Welt - wie auch heute - in der der Holocaust geschehen ist, die Welt, die ihn geduldet und dazu geschwiegen hat und die erst viel zu spät gegen das Verbrechen eingeschritten ist. Und erinnern wir uns: Hitler hat sehr schnell seinen Blutdurst auf ganz Europa ausgebreitet.

Unsere Demokratie, unsere Freiheit, unsere Kultur wird von Ahmadinedschad angeprangert und bekämpft. Auch Deutschland wird nicht verschont bleiben. Der fundamentalistische Iran erwartet mit dem Beginn eines Weltkrieges das Kommen des Magis. Und auch dafür rüstet es sich. Wird sich Europa dagegen wehren können?

Stimmen in Europa, die für windelweiche Sanktionen gegen Iran sich einsetzen, sind keine Friedensaktivisten, sondern unverbesserliche, naive, verwirrte Angsthasen. Auf ihrer Brust, wo früher Abzeichen mit 'Atomkraft, nein danke' oder 'Peace now' steht, steht heute: Der Iran hat ein natürliches Recht auf Atomkraft. Diese Menschen nehmen die Auslöschung des jüdischen Staates aber auch Europas in Kauf. Sie fordern Krieg und Vernichtung.

Hat Europas Außenpolitik wirklich etwas vom Holocaust und von zwei Weltkriegen gelernt? Hier in Berlin regiert ein schwuler Bürgermeister. Das wäre im Iran nicht gut so. Im Iran werden Homosexuelle, Regimegegner, säkularisierte Iraner, Kurden, zu laut gewordene Frauen und Journalisten verfolgt, gefoltert, hingerichtet oder Jahrzehnte in menschenunwürdige Gefängnisse gesteckt. Der oberste Repräsentant der iranischen Regierung unterstützt offenkundig den Terrorismus und leugnet den Holocaust.

Europa, das sich brüstet, seine neue Identität aus der Lehre des Holocaust gewonnen zu haben, müßte aufstehen und erklären, mit allen denkbaren Mitteln gegen den Iran und seine Pläne vorzugehen. Der Regimewechsel ist erst die Voraussetzung für weiteres. Deutschland darf seine Außenpolitik nicht mehr an wirtschaftliche eigene Interessen anpassen, sondern lieber an die vorbildliche amerikanische Außenpolitik. Der Kampf gegen den Terrorismus hat oberste Priorität. Lösen wir uns vom alten Europa, vom alten Europa von Vichy und Hitler, erneuert von Gerhard Schröder und Jacques Chirac. Üben wir den Schulterschluß mit unseren amerikanischen Freunden. Deutschland und ganz Europa stehen vor großen außenpolitischen und innenpolistischen Herausforderungen.

Und heute muß alles daran gesetzt werden, den Iran und alle jene, die ihn unterstützen, zu isolieren und notfalls mit allen Mitteln vom Plan abzubringen, die nukleare Auslöschung des jüdischen Staates Israel zu realisieren. Nachsicht bedeutet Teilhabe an der Planung und Durchführung der Vernichtung der Bewohner Israels. Europa hat schon einmal Nachsicht gehabt.

Jeder, der es ernst meint mit dem Bekenntnis, aus dem Holocaust Konsequenzen gezogen zu haben, muß jetzt aufstehen und fordern, mit allen verfügbaren Mitteln zu handeln. Daher fordern wir: Stoppt den iranischen Krieg gegen Israel! Keine Beziehungen zum Terror-Iran! Keine Waffen für den Iran! Und wir rufen feierlich aus: Lang lebe Israel! Lang leben die Vereinigten Staaten von Amerika! Und lang lebe das neue Europa!