| Medien und Krieg - Die Anschläge von London am 7.7.2005 |
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Fernsehauftritt eines 'Attentäters' Über das am 1.9.2005 von Al Dschasira ausgestrahlte Video, in dem Mohammed Sadiq Khan die Anschläge von London vom 7.7.2005 angeblich gesteht (Stand: 6.4.2006)
Am 2.9.2005 lesen wir:
Und weiter heißt es bei tagesschau.de: "Der pakistanische Attentäter, der sich am 7. Juli an der Londoner U-Bahn Haltestelle Edgware Road in die Luft gesprengt hatte, erklärte auf dem vorher aufgenommenen Band in einer Art Terroristen-Testament, die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch für den Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, 'die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen'. 'Wir befinden uns im Krieg und ich bin ein Soldat', fügte der Extremist hinzu. Khan, der auf dem Band Englisch spricht, sagte: "Ich und Tausende wie ich haben alles aufgegeben, ... um dem einen Gott zu dienen." Er sei überzeugt, dass er nach seiner Tat ins Paradies gelangen werde." (www.tagesschau.de, 2.9.2005) 'tagesschau.de' behauptet, in dem Video habe Khan gesagt, "die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch für den Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, 'die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen'." Wörtlich zitiert wird der Teil der Aussage, in der der Begriff 'London' vorkommt, nicht. Die Passage, in der der angebliche Attentäter von der Verantwortung der Menschen für das Handeln ihrer Regierungen spricht, lautet gemäß 'reuters': "Your democratically elected governments continuously perpetuate atrocities against my people all over the world. And your support of them makes you directly responsible, just as I am directly responsible for protecting and avenging my Muslim brothers and sisters. Until we feel security you will be our targets and until you stop the bombing, gassing, imprisonment and torture of my people we will not stop this fight. We are at war and I am a soldier. Now you too will taste the reality of this situation." (edition.cnn.com, 2.9.2005) In der deutschen Übersetzung: "Eure demokratisch gewählten Regierungen begehen fortwährend Gräueltaten gegen mein Volk überall auf der Welt. Und Eure Unterstützung der Regierungen macht Euch direkt verantwortlich, so wie ich direkt verantwortlich bin, meine muslimischen Brüder und Schwestern zu schützen und zu rächen. Solange wir uns nicht sicher fühlen, werdet Ihr unser Ziel sein, und solange Ihr nicht aufhört mit Bombardierung, Vergasung, Inhaftierung und Folter meines Volkes, werden wir nicht aufhören zu kämpfen. Wir befinden uns im Krieg und ich bin ein Soldat." Die Anschläge von London werden darin nicht erwähnt. Und auch sonst kommen das Wort 'London' wie auch die Begriffe 'Madrid' und '11. September' in dem bei CNN unter dem Titel 'Text of London suicide bomber' veröffentlichten Transcript der Äußerungen Khans nicht vor. Auch die Wiedergabe des Transcripts beim Middle East Media Research Institute führt zu keinem anderen Ergebnis. Es ist Ayman Al-Sawahiri, die angebliche Nummer Zwei von Al Kaida (also keiner der angeblichen Attentäter), der im zweiten Teil des Videos London, Madrid und den 11. September erwähnt, indem er sagt: "I speak to you today about the blessed London raid, which came as a slap in the face to the conceited crusader British arrogance, and made it drink from the same cup from which it had long made the Muslims drink. This blessed raid, like its glorious predecessors in New York, Washington, and Madrid, brought the battle to the enemy's soil after long centuries in which the enemy brought the battle to our lands and after its legions and forces have occupied our lands in Chechnya, Afghanistan, Iraq, and Palestine, and after centuries in which it occupied our lands, while being secure in its home." (www.memri.org, MEMRI: The Middle East Media Research Institute, 3.9.2005) Es ist eindeutig eine Falschinformation, wenn die Äußerung Al-Sawahiris dem angeblichen Attentäter zugeschrieben wird. Oder gilt die Devise: Man nehme die Äußerung von A, füge die von B an und hat damit bewiesen, daß A die Äußerung von B getan hat? Fazit: das Video liefert keinerlei Beweis für die Täterschaft eines der angeblichen Attentäter Ein Zusammenhang der Person namens Mohammed Sadiq Khan mit den Anschlägen von London am 7.7.2005 wird mit diesem Video nicht bewiesen. Im Gegenteil: die in den Medien verbreitete Behauptung, Khan habe das Attentat in dem so genannten Bekennervideo angekündigt und gestanden, ist falsch. Für diese Erkenntnis gibt es auch in so genannten seriösen Medien Anzeichen. Ein Beispiel dafür ist reuters. Die Agentur meldet am 2.9.2005: "Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira zeigte das Band mit Mohammad Sidique Khan am Donnerstag und berichtete, es enthalte ein Bekenntnis der Al-Kaida zu dem Londoner Anschlag, bei dem im Juli 52 Menschen getötet worden waren. In den veröffentlichten Teilen des Bandes wird dies allerdings so nicht gesagt." Aber solche Relativierungen sind eher die Ausnahme und bleiben in den Köpfen der Menschen, die erreicht werden sollen, dem entsprechend auch nicht haften. Sogar für den reuters-Auslandschef scheint das zu gelten. Er schreibt uns am 18.11.2005: "Zudem hat zumindest einer der Täter in einem Videoband, das nachher veröffentlicht wurde, den Selbstmordanschlag sogar selbst angekündigt." Die Berichterstattung als ein System der Vermischung von Wahrheit, Halbwahrheiten, Auslassungen und Unwahrheit, das in einem Geflecht von sich gegenseitig verstärkenden Veröffentlichungen - vielfach mittels Suggestion - zur interessengeleiteten, flächendeckenden Desinformation führt, hat gewirkt. Zu klären bleibt davon unabhängig:
Korrespondenz mit tagesschau.de: am 2.9.2005 (09:02 Uhr) veröffentlichen Sie bei tagesschau.de einen Beitrag mit dem Titel "Nach den Anschlägen von London - Al Dschasira: Al Kaida bekennt sich". Darin führen Sie aus: "Die Terrororganisation Al Kaida hat sich zu den Anschlägen auf die Londoner U-Bahn und einen Bus mit über 50 Toten bekannt... Der arabische Nachrichtensender Al Dschasira strahlte ein Video aus, in dem hintereinander Mohammed Sadiq Khan (30), einer der Bombenattentäter, und die Nummer Zwei der Terrororganisation, der Ägypter Al-Sawahiri, zu sehen sind." Sie unterstellen mit Ihren Formulierungen, das Video sei echt. Woher nehmen Sie diese Gewißheit? Es bleibt u.a. offen, von wem das Video produziert ist, wer die beiden Passagen - die des angeblichen Attentäters und die von Al-Sawahiri - zusammengeschnitten hat, wie das Video zu Al Dschasira gelangt ist und ob in dem Video tatsächlich Mohammed Sadiq Khan spricht (ob Ton und Bild tatsächlich der gleichen Person zugehörig sind). Oder haben Sie darüber zuverlässige Informationen? Weiter heißt es bei Ihnen: "Der pakistanische Attentäter, der sich am 7. Juli an der Londoner U-Bahn Haltestelle Edgware Road in die Luft gesprengt hatte, erklärte auf dem vorher aufgenommenen Band in einer Art Terroristen-Testament, die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch für den Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, 'die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen'." Woher nehmen Sie die Gewißheit, daß Khan sich in die Luft gesprengt hat? Am 17.7.2005 heißt es bei AFP: "Bei den Londoner Bombenanschlägen handelt es sich nach Einschätzung der britischen Polizei möglicherweise doch nicht um Selbstmordattentate. 'Wir haben keine eindeutigen Beweise, dass die Männer Selbstmordattentäter waren', zitierte der 'Sunday Telegraph' einen Sprecher von Scotland Yard... Den Ermittlern zufolge wussten die vier Männer womöglich nicht, dass die von ihnen transportierten Bomben explodieren würden." Und selbst bei 'Bild' lesen wir: "Noch immer ist unklar, ob die vier Attentäter absichtlich in den Tod gingen." ('Bild', 19.7.2005, S.6) Wir halten es daher für erforderlich, eine Formulierung zu wählen, die nicht so tut, als hätten Sie zuverlässige Informationen über die Täterschaft. Besonders problematisch ist es, wenn Sie die Äußerungen Khans wie folgt wiedergeben: "die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch für den Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, 'die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen'." Wörtlich zitieren sie den Teil der Aussage, in der der Begriff 'London' vorkommt, zwar nicht. Aber der Satz enthält ganz eindeutig die Unterstellung, es sei Khan gewesen, der dies so geäußert habe. Die Passage, in der der angebliche Attentäter von der Verantwortung der Menschen für das Handeln ihrer Regierungen spricht, lautet: "Your democratically elected governments continuously perpetuate atrocities against my people all over the world. And your support of them makes you directly responsible, just as I am directly responsible for protecting and avenging my Muslim brothers and sisters. Until we feel security you will be our targets and until you stop the bombing, gassing, imprisonment and torture of my people we will not stop this fight. We are at war and I am a soldier. Now you too will taste the reality of this situation." Die Anschläge von London werden darin nicht erwähnt. Und auch sonst kommen das Wort 'London' wie auch die Begriffe 'Madrid' und '11. September' in den Äußerungen Khans nicht vor - in dem bei CNN gemäß 'reuters' unter dem Titel 'Text of London suicide bomber' veröffentlichten Transcript nicht (edition.cnn.com) und auch gemäß dem beim Middle East Media Research Institute veröffentlichten Transcript nicht (www.memri.org). Es ist Ayman Al-Sawahiri, die angebliche Nummer Zwei von Al Kaida (also keiner der angeblichen Attentäter), der im zweiten Teil des Videos London, Madrid und den 11. September erwähnt, indem er sagt: "I speak to you today about the blessed London raid, which came as a slap in the face to the conceited crusader British arrogance, and made it drink from the same cup from which it had long made the Muslims drink. This blessed raid, like its glorious predecessors in New York, Washington, and Madrid, brought the battle to the enemy's soil after long centuries in which the enemy brought the battle to our lands and after its legions and forces have occupied our lands in Chechnya, Afghanistan, Iraq, and Palestine, and after centuries in which it occupied our lands, while being secure in its home." (www.memri.org) Es ist eindeutig eine Falschinformation, wenn Sie die Äußerung Al-Sawahiris dem angeblichen Attentäter zuschreiben. Oder gilt die Devise: Man nehme die Äußerung von A, füge die von B an und hat damit bewiesen, daß A die Äußerung von B getan hat (und damit die Tat gestanden hat)? Als Bekenntnis zur Tat, als "eine Art Terroristen-Testament" - wie Sie schreiben - können die Äußerungen Khans definitiv nicht gewertet werden. Wir möchten Sie daher auffordern, eine Richtigstellung zu veröffentlichen. Die Kollegen von der 'Tagesschau' formulieren korrekt: "Gestern Abend strahlte der arabische Fernsehsender Al Dschasira ein Bekennervideo aus, das von der Terrorgruppe Al Kaida stammen soll. Darauf ist einer der mutmaßlichen Selbstmordattentäter zu sehen... Die Echtheit des Videos wird noch geprüft." (tagesschau, 2.9.2005, 14:00 Uhr) Am Mittwoch, 21.9.2005, veröffentlichen Sie dann einen Beitrag mit dem Titel 'Ermittlungen in London - U-Bahnbomber probten Anschläge'. In einer Bildunterschrift formulieren Sie entsprechend: "Londoner Bombenleger bei ihrem Probelauf". Auch hier lassen Sie die gebotene Distanz missen. Wieder unterstellen Sie, die Täterschaft sei erwiesen. Und Sie formulieren in einer Weise, daß keinerlei Distanz zu der unbelegten Behauptung entsteht, bei der Fahrt dreier Personen am 28.6.2005 habe es sich um eine Probefahrt gehandelt. Sie erwähnen ein "am Montag ausgestrahltes Video", in dem sich Al Kaida zu dem Anschlag bekenne. Welchen Montag und welches Video meinen Sie damit? danke für ihre Zuschrift und ihr Interesse an tagesschau.de. Wir berichteten am 02.09.2005 über ein vom arabischen Sender Al Dschasira ausgestrahltes Video, in dem einer der Attentäter der Londoner Anschläge sowie ein Angehöriger des Terrornetzwerkes Al Kaida zu sehen sind (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4696218,00.html). Insofern haben sie Recht. Allerdings lässt keine der in dem Artikel gewählten Formulierungen den von ihnen getroffenen Schluss zu, tagesschau.de würde behaupten, das Video sei echt. Im Gegenteil, es wird unmissverständlich klar gemacht, dass "... der Ägypter und der pakistanische Attentäter (...) auf dem Videoband nicht gemeinsam zu sehen (sind)" und die Aufnahmen zusammengeschnitten wurden. Bei Videos des arabischen Senders Al Dschasira sind wir immer in einem Dilemma: berichten wir über die Veröffentlichung vermeintlicher Bekennervideos, oder unterlassen wir dies. In diesem Fall haben wir uns dafür entschieden - mit entsprechend vorsichtigen Formulierungen und unter Nennung der Quelle Al Dschasira. Es besteht daher überhaupt kein Grund, eine Richtigstellung zu veröffentlichen. vielen Dank für Ihre Reaktion per eMail vom 17.10.2005. Ihr Antwortschreiben erweckt allerdings den Eindruck, als hätten Sie nach dem zweiten Absatz aufgehört zu lesen. Jedenfalls: auf wesentliche Aspekte gehen Sie mit keiner Silbe ein. Argumente können Sie nicht dadurch entkräften, indem Sie sie ignorieren. Zum Punkt Echtheit, den Sie in Ihrer eMail ansprechen: Ihre Meldung erwähnt, daß die zwei Video-Teile zusammengefügt worden sind. Das ist richtig und wird von uns auch nicht in Abrede gestellt. Ein In-Zweifel-Ziehen der Echtheit der beiden Teile für sich genommen bedeutet das allerdings nicht. Stellen Sie sich vor: in einer Sendung wird zunächst ein Statement von Gerhard Schröder und dann eins von Angela Merkel gezeigt. Ist dann mit der Bemerkung, daß diese beiden Szenen zusammen geschnitten sind, die Echtheit der beiden Statements in Frage gestellt? Ist das Ihre Logik, der wir folgen sollen? Von vorsichtigen Formulierungen kann man bei der Meldung Ihrer Kollegen von der 'Tagesschau' sprechen, nicht aber bei der von Ihnen verfaßten. Unsere an Sie gerichtete Aufforderung, eine Richtigstellung zu veröffentlichen, können wir somit nicht fallen lassen. In Erwartung einer Stellungnahme, die auf unser Schreiben vom 10.10.2005 eingeht, ohne die entscheidenden Argumente auszuklammern, verbleiben wir mit freundlichen Grüßen danke für Ihre erneute Zuschrift. Es tut mir leid, dass sie sich unserer Argumentation nicht anschließen können und aus unseren Erläuterungen zur Berichterstattung über ein Bekenner-Video auf Al Dschasira unzulässige Vergleiche zu Statements von Gerhard Schröder und Angela Merkel ziehen. Ich verweise auf die ihnen bereits per Mail am 17.10. gegebene Antwort, dass wir in unserer Meldung entsprechend vorsichtige Formulierungen und Quellenhinweise verwendet haben, mithin der journalistischen Sorgfaltspflicht nachgekommen sind. wir haben mittlerweile den Eindruck, Sie sind entweder nicht in der Lage oder nicht willens konkrete Sachverhalte zu erfassen und aufzugreifen. Zum wiederholten Male versuchen Sie sich aus der Affäre zu ziehen, indem Sie Argumente ignorieren, statt den Versuch zu unternehmen, sie zu widerlegen, oder Fehler, denen Sie aufgesessen sind, zuzugestehen. Das wäre doch nichts ehrenrühriges. Jeder Mensch macht Fehler. Oder ist das bei Ihnen anders? Hier jetzt nochmals zwei konkrete Aspekte in Kürze: 1. Sie behaupten, der angebliche Attentäter habe in dem Video von den Anschlägen in London, Madrid und denen vom 11. September gesprochen. Wir haben nachgewiesen, daß das falsch ist. Bitte nehmen Sie dazu Stellung. 2. Sie schreiben von dem Attentäter, der sich in die Luft gesprengt habe. Das ist offensichtlich - wie auch Ihre Kollegen von der 'Tagesschau' erkannt haben - nicht erwiesen. Trotzdem tun Sie so, als sei es erwiesener Fakt. Bitte nehmen Sie dazu Stellung. Wir gehen davon aus, Sie stufen das Thematisieren dieser Aspekte nicht als unzulässig ein, und hoffen auf eine sachliche Antwort. In den Schreiben vom 17.10. und 24.10.2005 an den NDR Rundfunkrat, den Intendanten des NDR, den Chefredakteur ARD-aktuell und den Redaktionsleiter tagesschau.de kritisieren sie die Berichterstattung von tagesschau.de in einer Meldung am 02.09.05 über ein vom arabischen Sender Al Dschasira ausgestrahltes Video. In diesem Video wird einer der mutmaßlichen Attentäter der Londoner Anschläge sowie ein Angehöriger des Terrornetzwerkes Al Kaida gezeigt. Grundlage der Berichterstattung der tagesschau.de Meldung, die unter der Überschrift "Nach den Anschlägen von London/Al Dschasira: Al Kaida bekennt sich" veröffentlicht wurde (tagesschau.de), waren entsprechende Agenturmeldungen von Reuters, AP und dpa. (s.Anlage). Sie kritisieren, in der tagesschau.de-Meldung würde behauptet, das Video sei echt. Im Text der Meldung heißt es: "Der arabische Nachrichtensender Al Dschasira strahlte ein Video aus, in dem hintereinander Mohammed Sadiq Khan (30), einer der Bombenattentäter, und die Nummer Zwei der Terrororganisation, der Ägypter Al-Sawahiri, zu sehen sind. Der pakistanische Attentäter (...) erklärte auf dem vorher aufgenommenen Band in einer Art Terroristen-Testament, die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, (...). tagesschau.de behauptet mitnichten, dass das Video echt sei. Bei so genannten Bekennervideos, die immer wieder bei Al Dschasira veröffentlicht werden, stellt sich regelmäßig die Frage nach der Echtheit solcher Videos. Da die Echtheit des Videos von tagesschau.de nicht verifiziert werden konnte, stand die Redaktion allein vor der Frage, ob die Nachricht gemeldet werden sollte oder nicht. In diesem Fall hat sich die Redaktion wegen der besonderen Aufmerksamkeit, die dieses Thema derzeit in der allgemeinen Berichterstattung erfährt, dafür entschieden. Um der Unsicherheit in der Beurteilung der Quelle Rechnung zu tragen, wurden die Formulierungen bewusst so gewählt, dass sie weder den Schluss zulassen, das Video sei echt, noch den, es sei gefälscht. Ebenfalls kritisieren sie, dass in der tagesschau.de-Meldung Mohammed Sadiq Khan mit einer Aussage zu den Anschlägen in London, Madrid und denen vom 11. September zitiert wird. Dies wurde am Abend des 01.09.2005 übereinstimmend von den Nachrichtenagenturen AFP und dpa gemeldet (s. Anlage), auf Basis von zwei Quellen wurde Mohammed Sadiq Khan so zitiert. [AFP, 2.9.2005: "Laut El Dschasira wirft er in der Botschaft den Bürgern westlicher Länder vor, selbst die Verantwortung für die Anschläge von London, von Madrid sowie vom 11. September 2001 in New York und Washington zu tragen... Mit den Anschlägen in London werde er auf die «Gräueltaten» reagieren, die den Moslems angetan würden." dpa, 2.9.2005: "Der pakistanische Attentäter... erklärte auf dem vorher aufgenommenen Band in einer Art Terroristen-Testament, die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch am Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, 'die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen'."] Ein weiterer Kritikpunkt ist die in dem Artikel enthaltene Formulierung, der Attentäter habe sich (...) in die Luft gesprengt. Tatsächlich ist nicht endgültig bewiesen, dass die Attentäter die Bomben bewusst in Ihrer Gegenwart gezündet haben. Es handelt sich also um einen "mutmaßlichen Selbstmordattentäter". Die Berichterstattung von tagesschau.de stützte sich hier auf die Nachrichtenagenturen und die Berichte in anderen Medien, die Attentäter wurden u.a. in allen diesem Bericht zugrunde liegenden Meldungen der Agenturen AFP, AP, dpa, und Reuters (s. Anlage) als Selbstmordattentäter bezeichnet. Wir haben und hatten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keinen Grund, an der Berichterstattung der Agenturen zu zweifeln. Über neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem so genannten Bekennervideo haben wir ebenfalls berichtet. Unter anderem einen Tag später, am 03.09.2005: hier Korrespondenz mit faz.net: seit dem 2.9.2005 veröffentlichen Sie bei faz.net einen Beitrag mit dem Titel "Londoner Attentäter drohte mit weiteren Anschlägen". Darin führen Sie aus: "Einer der vier Selbstmordattentäter von London hat vor seinem Tod in einem Video mit Anschlägen gedroht und dabei seine Bewunderung für die Extremisten-Organisation Al Qaida mitgeteilt." Und an anderer Stelle: "Khan und drei weitere Attentäter hatten sich am 7. Juli in der U-Bahn und einem Bus der britischen Hauptstadt in die Luft gesprengt." Woher nehmen Sie die Gewißheit, daß Khan sich in die Luft gesprengt hat? Am 17.7.2005 heißt es bei AFP: "Bei den Londoner Bombenanschlägen handelt es sich nach Einschätzung der britischen Polizei möglicherweise doch nicht um Selbstmordattentate. 'Wir haben keine eindeutigen Beweise, dass die Männer Selbstmordattentäter waren', zitierte der 'Sunday Telegraph' einen Sprecher von Scotland Yard... Den Ermittlern zufolge wussten die vier Männer womöglich nicht, dass die von ihnen transportierten Bomben explodieren würden." Selbst bei 'Bild' lesen wir: "Noch immer ist unklar, ob die vier Attentäter absichtlich in den Tod gingen." ('Bild', 19.7.2005, S.6) Und auch die 'Tagesschau' spricht in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Video von "mutmaßlichen Selbstmordattentätern" (‚Tagesschau’, 2.9.2005, 14:00 Uhr). Wir halten es daher für erforderlich, eine Formulierung zu wählen, die nicht so tut, als hätten Sie zuverlässige Informationen über die Täterschaft. Sie verwenden in Ihrem Artikel die Formulierung "Khan erklärte auf dem Band in einer Art Terroristen-Testament..." und unterstellen damit ein Bekenntnis zur Täterschaft. Das ist umso unverständlicher angesichts der Tatsache, daß Sie an anderer Stelle im Artikel schreiben: "Der arabische Fernsehsender Al Dschazira zeigte das Band mit Mohammad Sidique Khan am Donnerstag und berichtete, es enthalte ein Bekenntnis Al Qaidas zu dem Londoner Anschlag... In den veröffentlichten Teilen des Bandes wird dies allerdings so nicht gesagt." Weiter heißt es bei Ihnen: "'Bis ihr nicht die Bombardierungen, Gas-Angriffe, Verhaftungen und Folter (von Moslems) stoppt, werden wir nicht unseren Kampf beenden. Wir sind im Krieg, und ich bin ein Soldat', sagte der 30 Jahre alte Attentäter pakistanischer Abstammung auf Englisch mit einem starken Yorkshire-Akzent." Sie unterstellen mit Ihrer Formulierung, es sei unzweifelhaft Mohammad Sidique Khan, der auf dem Video spricht. Woher nehmen Sie die Gewißheit, daß auf dem Video tatsächlich der echte Khan zu sehen ist und der zu hörende Ton tatsächlich von der zu sehenden Person stammt? Oder haben Sie darüber zuverlässige Informationen? Besonders problematisch ist es, wenn Sie die Äußerungen des angeblichen Attentäters wie folgt wiedergeben: "die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch am Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, 'die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen'." Wörtlich zitieren sie den Teil der Aussage, in der der Begriff 'London' vorkommt, zwar nicht. Aber der Satz enthält ganz eindeutig die Unterstellung, es sei der angebliche Attentäter gewesen, der dies so geäußert habe. Wo ist Ihre Quelle für diese Behauptung? Die Passage, in der der angebliche Attentäter von der Verantwortung der Menschen für das Handeln ihrer Regierungen spricht, lautet: "Your democratically elected governments continuously perpetuate atrocities against my people all over the world. And your support of them makes you directly responsible, just as I am directly responsible for protecting and avenging my Muslim brothers and sisters. Until we feel security you will be our targets and until you stop the bombing, gassing, imprisonment and torture of my people we will not stop this fight. We are at war and I am a soldier. Now you too will taste the reality of this situation." Die Anschläge von London werden darin nicht erwähnt. Und auch sonst kommen - wie aus dem Transcript hervorgeht - das Wort 'London' wie auch die Begriffe 'Madrid' und '11. September' in den Äußerungen des angeblichen Attentäters nicht vor. Das gilt für die Wiedergabe des Transcripts bei CNN gemäß 'reuters' unter dem Titel 'Text of London suicide bomber' (edition.cnn.com) als auch für die gemäß 'Middle East Media Research Institute' (www.memri.org). Es ist der von Ihnen als stellvertretender Al Qaida-Chef bezeichnete Ajman al-Sauahri (also keiner der angeblichen Attentäter), der im zweiten Teil des Videos London, Madrid und den 11. September erwähnt, indem er sagt: "I speak to you today about the blessed London raid, which came as a slap in the face to the conceited crusader British arrogance, and made it drink from the same cup from which it had long made the Muslims drink. This blessed raid, like its glorious predecessors in New York, Washington, and Madrid, brought the battle to the enemy's soil after long centuries in which the enemy brought the battle to our lands and after its legions and forces have occupied our lands in Chechnya, Afghanistan, Iraq, and Palestine, and after centuries in which it occupied our lands, while being secure in its home." (www.memri.org) Es ist eindeutig eine Falschinformation, wenn Sie die Äußerung al-Sauahris dem angeblichen Attentäter zuschreiben. Oder gilt die Devise: Man nehme die Äußerung von A, füge die von B an und hat damit bewiesen, daß A die Äußerung von B getan hat? Wir fordern Sie hiermit auf, eine Richtigstellung zu veröffentlichen. In Erwartung Ihrer Stellungnahme verbleiben wir mit freundlichen Grüßen Korrespondenz mit stern.de: seit dem 2.9.2005 veröffentlichen Sie bei stern.de einen Beitrag über ein Video, das mit den Anschlägen von London am 7.7.2005 in Verbindung gebracht wird. Sie geben diesem Beitrag den Titel: "Attentäter bekennt sich schuldig". Die Legende zum illustrierenden Bild formulieren Sie wie folgt: "Mohammad Sidique Khan bekennt sich per Videobotschaft zu den Londoner Selbstmordanschlägen". Und im Artikel heißt es bei Ihnen: "Einer der vier Selbstmordattentäter von London hat vor seinem Tod in einem Video mit Anschlägen gedroht". An einer Stelle verwenden Sie in Zusammenhang mit dem Begriff 'Selbstmordattentäter' zwar den Begriff 'mutmaßlich', aber der weit überwiegende Eindruck, den Sie erzeugen, ist, daß der Sachverhalt erwiesen sei, zumal Sie abschließend schreiben: "Khan und drei weitere Attentäter hatten sich am 7. Juli in der U-Bahn und einem Bus der britischen Hauptstadt in die Luft gesprengt." Woher nehmen Sie die Gewißheit, daß Khan sich als Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hat? Am 17.7.2005 heißt es bei AFP: "Bei den Londoner Bombenanschlägen handelt es sich nach Einschätzung der britischen Polizei möglicherweise doch nicht um Selbstmordattentate. 'Wir haben keine eindeutigen Beweise, dass die Männer Selbstmordattentäter waren', zitierte der 'Sunday Telegraph' einen Sprecher von Scotland Yard... Den Ermittlern zufolge wussten die vier Männer womöglich nicht, dass die von ihnen transportierten Bomben explodieren würden." Selbst bei 'Bild' lesen wir: "Noch immer ist unklar, ob die vier Attentäter absichtlich in den Tod gingen." ('Bild', 19.7.2005, S.6) Und auch die 'Tagesschau' spricht in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Video von "mutmaßlichen Selbstmordattentätern" (tagesschau, 2.9.2005, 14:00 Uhr). Wir halten es daher für erforderlich, generell Formulierungen zu wählen, die nicht so tun, als hätten Sie zuverlässige Informationen über die Täterschaft. Weiter heißt es bei Ihnen: "Khan, der auf dem Band Englisch mit einem starken Yorkshire-Akzent spricht, sagte..." Mehrfach geht aus Ihren Formulierungen hervor, daß es Mohammad Sidique Khan ist, der spricht. Woher nehmen Sie die Gewißheit, daß auf dem Video tatsächlich der echte Khan zu sehen ist und der zu hörende Ton tatsächlich von der zu sehenden Person stammt? Oder haben Sie darüber zuverlässige Informationen? Besonders problematisch ist es, wenn Sie die Äußerungen des angeblichen Attentäters wie folgt wiedergeben: "die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch am Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, 'die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen'." Wörtlich zitieren sie den Teil der Aussage, in der der Begriff 'London' vorkommt, zwar nicht. Aber der Satz enthält ganz eindeutig die Unterstellung, es sei der angebliche Attentäter gewesen, der dies so geäußert habe. Wo ist Ihre Quelle für diese Behauptung? Die Passage, in der der angebliche Attentäter von der Verantwortung der Menschen für das Handeln ihrer Regierungen spricht, lautet: "Your democratically elected governments continuously perpetuate atrocities against my people all over the world. And your support of them makes you directly responsible, just as I am directly responsible for protecting and avenging my Muslim brothers and sisters. Until we feel security you will be our targets and until you stop the bombing, gassing, imprisonment and torture of my people we will not stop this fight. We are at war and I am a soldier. Now you too will taste the reality of this situation." Die Anschläge von London werden darin nicht erwähnt. Und auch sonst kommen - wie aus dem Transcript hervorgeht - das Wort 'London' wie auch die Begriffe 'Madrid' und '11. September' in den Äußerungen des angeblichen Attentäters nicht vor. Das gilt für die Wiedergabe des Transcripts bei CNN gemäß 'reuters' unter dem Titel 'Text of London suicide bomber' (edition.cnn.com) als auch für die gemäß 'Middle East Media Research Institute' (www.memri.org). Es ist der von Ihnen als Vize-Chef der al Kaida bezeichnete Ajman al Sawahri (also keiner der angeblichen Attentäter), der im zweiten Teil des Videos London, Madrid und den 11. September erwähnt, indem er sagt: "I speak to you today about the blessed London raid, which came as a slap in the face to the conceited crusader British arrogance, and made it drink from the same cup from which it had long made the Muslims drink. This blessed raid, like its glorious predecessors in New York, Washington, and Madrid, brought the battle to the enemy's soil after long centuries in which the enemy brought the battle to our lands and after its legions and forces have occupied our lands in Chechnya, Afghanistan, Iraq, and Palestine, and after centuries in which it occupied our lands, while being secure in its home." (www.memri.org) Es ist eindeutig eine Falschinformation, wenn Sie die Äußerung al Sawahris dem angeblichen Attentäter zuschreiben. Oder gilt die Devise: Man nehme die Äußerung von A, füge die von B an und hat damit bewiesen, daß A die Äußerung von B getan hat (und damit die Tat gestanden hat)? Wir fordern Sie hiermit auf, eine Richtigstellung zu veröffentlichen. In Erwartung Ihrer Stellungnahme verbleiben wir mit freundlichen Grüßen Ich wollte Ihnen eine kurze Rückmeldung bezüglich des Falls: 'stern.de - 2.09.2005 - Attentäter bekennt sich schuldig' geben. Der Fall wird geprüft und nach Erhalt neuer Informationen melden wir uns bei Ihnen. Korrespondenz mit bild.t-online.de: seit dem 2.9.2005 veröffentlichen Sie bei 'bild.t-online.de' einen Beitrag mit dem Titel "Al-Kaida bekennt sich zu den Terror-Anschlägen von London". Darin formulieren Sie: "Der pakistanische Attentäter, der sich an der Londoner U-Bahn Haltestelle Edgware Road in die Luft gesprengt hatte,..." Und sie schreiben von Mohammed Sadiq Khan als einem der "Bombenattentäter". Woher nehmen Sie die Gewißheit, daß Khan sich in die Luft gesprengt hat? Am 17.7.2005 heißt es bei AFP: "Bei den Londoner Bombenanschlägen handelt es sich nach Einschätzung der britischen Polizei möglicherweise doch nicht um Selbstmordattentate. 'Wir haben keine eindeutigen Beweise, dass die Männer Selbstmordattentäter waren', zitierte der 'Sunday Telegraph' einen Sprecher von Scotland Yard... Den Ermittlern zufolge wussten die vier Männer womöglich nicht, dass die von ihnen transportierten Bomben explodieren würden." Selbst bei Ihren Kollegen von der Bild-Zeitung lesen wir: "Noch immer ist unklar, ob die vier Attentäter absichtlich in den Tod gingen." ('Bild', 19.7.2005, S.6) Und auch die 'Tagesschau' spricht in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Video von "mutmaßlichen Selbstmordattentätern" (tagesschau, 2.9.2005, 14:00 Uhr). Wir halten es daher für erforderlich, Formulierungen zu wählen, die nicht so tun, als hätten Sie zuverlässige Informationen über die Täterschaft. Sie schreiben: "Der pakistanische Attentäter... erklärte auf dem... Band". Sie unterstellen mit Ihrer Formulierung, es sei unzweifelhaft Mohammed Sadiq Khan, der auf dem Video spricht. Woher nehmen Sie die Gewißheit, daß auf dem Video tatsächlich der echte Khan zu sehen ist und der zu hörende Ton tatsächlich von der zu sehenden Person stammt? Oder haben Sie darüber zuverlässige Informationen? Sie verwenden in Ihrem Artikel die Formulierung "Der pakistanische Attentäter... erklärte... in einer Art Terroristen-Testament" und unterstellen damit dessen Bekenntnis zur Täterschaft. Daran anschließend geben Sie die Äußerungen des angeblichen Attentäters wie folgt wieder: "die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch am Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, 'die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen'." Wörtlich zitieren sie den Teil der Aussage, in der der Begriff 'London' vorkommt, zwar nicht. Aber der Satz enthält ganz eindeutig die Unterstellung, es sei der angebliche Attentäter gewesen, der dies so geäußert habe. Wo ist Ihre Quelle für diese Behauptung? Die Passage, in der der angebliche Attentäter von der Verantwortung der Menschen für das Handeln ihrer Regierungen spricht, lautet: "Your democratically elected governments continuously perpetuate atrocities against my people all over the world. And your support of them makes you directly responsible, just as I am directly responsible for protecting and avenging my Muslim brothers and sisters. Until we feel security you will be our targets and until you stop the bombing, gassing, imprisonment and torture of my people we will not stop this fight. We are at war and I am a soldier. Now you too will taste the reality of this situation." Die Anschläge von London werden darin nicht erwähnt. Und auch sonst kommen - wie aus dem Transcript hervorgeht - das Wort 'London' wie auch die Begriffe 'Madrid' und '11. September' in den Äußerungen des angeblichen Attentäters nicht vor. Das gilt für die Wiedergabe des Transcripts bei CNN gemäß 'reuters' unter dem Titel 'Text of London suicide bomber' (edition.cnn.com) als auch für die gemäß 'Middle East Media Research Institute' (www.memri.org). Es ist der von Ihnen als Nummer Zwei der Terror-Organisation bezeichnete Eiman al-Sawahiri (also keiner der angeblichen Attentäter), der im zweiten Teil des Videos London, Madrid und den 11. September erwähnt, indem er sagt: "I speak to you today about the blessed London raid, which came as a slap in the face to the conceited crusader British arrogance, and made it drink from the same cup from which it had long made the Muslims drink. This blessed raid, like its glorious predecessors in New York, Washington, and Madrid, brought the battle to the enemy's soil after long centuries in which the enemy brought the battle to our lands and after its legions and forces have occupied our lands in Chechnya, Afghanistan, Iraq, and Palestine, and after centuries in which it occupied our lands, while being secure in its home." (www.memri.org) Es ist eindeutig eine Falschinformation, wenn Sie die Äußerung al-Sawahiris dem angeblichen Attentäter zuschreiben. Oder gilt die Devise: Man nehme die Äußerung von A, füge die von B an und hat damit bewiesen, daß A die Äußerung von B getan hat (und damit die Tat gestanden hat)? Wir fordern Sie hiermit auf, eine Richtigstellung zu veröffentlichen. In Erwartung Ihrer Stellungnahme verbleiben wir mit freundlichen Grüßen Korrespondenz mit dem Presserat: Sehr geehrte Damen und Herren, unter Bezugnahme auf den Pressekodex, Ziffer 1 und 2 (wahrhaftige Unterrichtung und Prüfung des Wahrheitsgehalts), stellen wir hinsichtlich der DPA-Meldungen vom 02.09.2005, 23.10.2005 und 02.11.2005 fest: 1. DPA stellt die fragwürdige Behauptung auf, Mohammed Sadiq Khan sei ein Selbstmordattentäter, der sich bei den Anschlägen in London am 07.07.2005 in die Luft gesprengt habe. 2. DPA transportiert die Unterstellung, es sei unzweifelhaft Mohammed Sadiq Khan, der auf dem Video spricht. Das kann nicht als erwiesen betrachtet werden. 3. DPA stellt die falsche Behauptung auf, die als Mohammed Sadiq Khan bezeichnete Person habe in dem Video von den Anschlägen in London, in Madrid und denen des 11. September 2001 gesprochen. 4. DPA stellt die falsche Behauptung auf, der als Bombenattentäter bezeichnete Mohammed Sadiq Khan habe sich in dem Video zu den Anschlägen vom 07.07.2005 bekannt. Begründung: zu 1. (DPA stellt die fragwürdige Behauptung auf, Mohammed Sadiq Khan sei ein Selbstmordattentäter, der sich bei den Anschlägen in London am 07.07.2005 in die Luft gesprengt habe.) Das geschieht mittels eines Satzes in der Meldung vom 02.09.2005, der wie folgt beginnt: "Der pakistanische Attentäter, der sich am 7. Juli an der Londoner U-Bahn Haltestelle Edgware Road in die Luft gesprengt hatte, erklärte...", mittels eines Satzes in der Meldung vom 23.10.2005: "Bei den Anschlägen auf U-Bahnen und einen Bus in London waren 56 Menschen getötet worden, unter ihnen die vier Selbstmordattentäter" sowie eines Satzes in der Meldung vom 02.11.2005, der wie folgt beginnt: "Nachdem Selbstmordattentäter am 7. Juli in drei Londoner U-Bahnen und einem Bus ihre Rucksackbomben zündeten und 52 Menschen mit in den Tod rissen..." AFP veröffentlicht am 17.07.2005 eine Meldung, in der der ungeklärte Tathergang thematisiert wird: "Bei den Londoner Bombenanschlägen handelt es sich nach Einschätzung der britischen Polizei möglicherweise doch nicht um Selbstmordattentate. 'Wir haben keine eindeutigen Beweise, dass die Männer Selbstmordattentäter waren', zitierte der 'Sunday Telegraph' einen Sprecher von Scotland Yard". Die 'Tagesschau' formuliert in der 14-Uhr-Sendung vom 02.09.2005 korrekt: "Gestern Abend strahlte der arabische Fernsehsender Al Dschasira ein Bekennervideo aus.... Darauf ist einer der mutmaßlichen Selbstmordattentäter zu sehen..." Und noch am 26.10.2005 schreibt AFP korrekt: "Bei den Anschlägen am 7. Juli waren einschließlich der vier mutmaßlichen Selbstmordattentäter 56 Menschen getötet und 700 weitere verletzt wurden." Und 'tagesschau.de' am 02.11.2005: "Bei Anschlägen auf die Londoner U-Bahn und einen Linienbus hatten vier mutmaßliche Selbstmordattentäter am 7. Juli insgesamt 52 Menschen mit in den Tod gerissen." In dem hier untersuchten Artikel dagegen wird unterstellt, daß es sich erwiesenermaßen um Selbstmordattentäter handelt. Da dies nicht der Fall ist, muß von angeblichen oder mutmaßlichen Selbstmordattentätern gesprochen werden. Eine Vermutung oder unbewiesene Behauptung darf nicht als Tatsache hingestellt werden. Einen weiteren Hinweis darauf, daß die These von den Selbstmordattentätern nicht die einzig mögliche ist, liefern folgende Zitate von Guardian, BBC und Cambridge Evening News (siehe Anhang 1). Die 'Cambridge Evening News' vom 11.07.2005 berichten über einen Augenzeugen, der von der Queen am Krankenbett besucht wurde und der von einer Bombe unterhalb des U-Bahn-Waggons, mit dem er fuhr, spricht und sich an keine Person und keinen Gegenstand an der Stelle im U-Bahn-Waggon erinnern kann, wo die Bombe explodiert sein müßte, wenn sie sich im Innern befunden hätte. Bei BBC berichtet ein Augenzeuge von einem großen Loch im Boden und davon, daß Fenster des U-Bahn-Waggons nach innen explodiert seien. Und der Guardian-Reporter Mark Honigsbaum spricht am 07.07.2005 in einem Telefonbericht von einer Explosion unter einem der U-Bahn-Waggons und berichtet über Fahrgäste, die beschrieben hätten, wie der Bodenbelag des Zuges plötzlich hoch flog. zu 2: (DPA transportiert die Unterstellung, es sei unzweifelhaft Mohammed Sadiq Khan, der auf dem Video spricht. Das kann nicht als erwiesen betrachtet werden.) Die Unterstellung erfolgt mittels der Formulierung: "Der pakistanische Attentäter... erklärte auf dem... Band...". Ohne Kenntnisse über die Quelle des Videos und dessen Entstehung ist es nicht zuverlässig zu beurteilen, ob auf dem Video tatsächlich der echte Khan zu sehen ist und der zu hörende Ton tatsächlich von der zu sehenden Person stammt. Es kann und darf nicht ausgeschlossen werden, daß das Video eine manipulierte Inszenierung ist - von welcher Seite auch immer. zu 3. (DPA stellt die falsche Behauptung auf, die als Mohammed Sadiq Khan bezeichnete Person habe in dem Video von den Anschlägen in London, in Madrid und denen des 11. September 2001 gesprochen.) Das erfolgt mittels des Satzes: "Der pakistanische Attentäter, der sich am 7. Juli an der Londoner U-Bahn Haltestelle Edgware Road in die Luft gesprengt hatte, erklärte auf dem vorher aufgenommenen Band in einer Art Terroristen-Testament, die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch am Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, 'die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen'." Das Transcript des Videos enthält keine derartige Aussage des angeblichen Attentäters. Die Passage, in der er von der Verantwortung der Menschen für das Handeln ihrer Regierungen spricht, lautet: "Your democratically elected governments continuously perpetuate atrocities against my people all over the world. And your support of them makes you directly responsible, just as I am directly responsible for protecting and avenging my Muslim brothers and sisters. Until we feel security you will be our targets and until you stop the bombing, gassing, imprisonment and torture of my people we will not stop this fight. We are at war and I am a soldier. Now you too will taste the reality of this situation." Die Anschläge von London werden darin nicht erwähnt. Und auch sonst kommen das Wort 'London' wie auch die Begriffe 'Madrid' und '11. September' in den Äußerungen des angeblichen Attentäters nicht vor. Das gilt für die Wiedergabe des Transcripts bei CNN gemäß 'reuters' unter dem Titel 'Text of London suicide bomber' (siehe Anhang 2, nicht mehr abrufbar) als auch für die gemäß 'Middle East Media Research Institute' (siehe Anhang 3). Es ist der als Nummer Zwei der Terror-Organisation bezeichnete Eiman al-Sawahiri (also keiner der angeblichen Attentäter), der im zweiten Teil des Videos London, Madrid und den 11. September erwähnt, indem er sagt: "I speak to you today about the blessed London raid, which came as a slap in the face to the conceited crusader British arrogance, and made it drink from the same cup from which it had long made the Muslims drink. This blessed raid, like its glorious predecessors in New York, Washington, and Madrid, brought the battle to the enemy's soil after long centuries in which the enemy brought the battle to our lands and after its legions and forces have occupied our lands in Chechnya, Afghanistan, Iraq, and Palestine, and after centuries in which it occupied our lands, while being secure in its home." (zitiert gemäß MEMRI, siehe Anhang 3) Es ist eindeutig eine Falschinformation, wenn die Äußerung al-Sawahiris dem angeblichen Attentäter zugeschrieben wird. Es ist nicht zulässig nach der Devise zu verfahren: Man nehme die Äußerung von A, füge die von B an und hat damit bewiesen, daß A die Äußerung von B getan hat (und damit die Tat gestanden hat). zu 4. (DPA stellt die falsche Behauptung auf, der als Bombenattentäter bezeichnete Mohammed Sadiq Khan habe sich in dem Video zu den Anschlägen vom 07.07.2005 bekannt.) Das geschieht über den Satz, in dem Khan angeblich von den Anschlägen in London, in Madrid und denen des 11. September 2001 gesprochen habe sowie über die Formulierung "Der pakistanische Attentäter... erklärte auf dem vorher aufgenommenen Band in einer Art Terroristen-Testament..." Das Transcript der Äußerungen des angeblichen Attentäters enthält keinerlei Bekenntnis hinsichtlich der Anschläge vom 07.07.2005. Wie bereits unter Punkt 3 ausgeführt gibt es darin keinerlei Bezug zu den Anschlägen in London am 07.07.2005. Abschließend: Insgesamt sind die Verpflichtung zur wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit (Pressekodex Ziffer 1) sowie das Gebot, zur Veröffentlichung bestimmte Nachrichten und Informationen in Wort und Bild mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen (Pressekodex Ziffer 2), mehrfach gravierend verletzt. Es werden nicht erwiesene, fragwürdige Behauptungen aufgestellt und als Tatsachen ausgegeben. Und es werden Behauptungen verbreitet, die eindeutig falsch sind. Zusammenfassend stellen wir fest:
Wir machen noch darauf aufmerksam, dass wir DPA mit Datum vom 03.11.2005 direkt angeschrieben haben. Darauf hat DPA mit Datum vom 08.11.2005 geantwortet. In dem Brief heißt es u.a.: "Sie haben Recht. Wir hätten in unseren Meldungen und Berichten sowohl von mutmaßlichen Selbstmordattentätern als auch von einem angeblichen Bekennervideo sprechen müssen. Ich habe die Verfasser und Bearbeiter dieser Meldungen nochmals darauf hingewiesen. Solche unbedachten Formulierungen sollten sicherlich nicht passieren, sind aber in der täglichen Hektik des Agenturgeschäftes - wie wir aus leidvoller Erfahrung wissen - nicht völlig auszuschliessen. Sie können aber ganz sicher sein, dass dahinter keine politische Linie steht." Trotzdem bleibt angesichts der Tatsache, daß die DPA-Meldungen vielfach in die Berichterstattung der Presse eingeflossen sind, die Frage, wie erreicht wird, daß in den jeweiligen Publikationen eine Richtigstellung erfolgt. Beschwerdeführer: Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann Beschwerdegegner: DPA Ergebnis: Beschwerde unbegründet, Ziffer 2 Datum des Beschlusses: 14.03.2006 Mitwirkende Mitglieder: Ursula Ernst-Flaskamp (Vorsitzende), DJV Hermann Neusser (stv. Vorsitzender), BDZV Fried von Bismarck, VDZ Andreas Fritzenkötter, VDZ Dr. Wolfgang Mayer, dju A. Zusammenfassung des Sachverhalts DPA beschäftigt sich in zwei Meldungen vom 02.09. und 23.10.2005 mit den Terroranschlägen in London und den folgenden Ermittlungen. In dem ersten Beitrag heißt es, dass Mohammed Sadiq Khan (30) einer der Bombenattentäter gewesen sei. Weiterhin wird mitgeteilt, dass er sich am 07.07.2005 in London selbst in die Luft gesprengt habe. Es heißt, vorher habe er auf einem aufgenommenen Band in einer Art „Terroristentestament" erklärt, die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, Madrid und auch am Terrorakt des 11. September, da sie Regierungen gewählt hätten, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begingen. In dem Beitrag vom 23.10.2005 wird mitgeteilt, dass bei dem Anschlag 56 Menschen getötet wurden, unter ihnen die vier Selbstmordattentäter. In einer Meldung vom 02.11.2005 beschäftigt sich DPA mit dem Feiertag anlässlich des Anschlages von Guy Fawkes auf das englische Parlament. Auch in diesem Zusammenhang wird auf die Attentate in London eingegangen. Es heißt, dass Selbstmordattentäter Rucksackbomben gezündet hätten. Weiterhin wird erwähnt, dass Mohammed Sadiq Khan einer der Rucksackbombergewesen sei. Die Beschwerdeführer äußern Zweifel an der Selbstmordattentäter-Darstellung. Dies sei nicht eindeutig bewiesen. Es gebe Anzeichen, dass es keine Selbstmordattentäter, sondern normale Bombenanschläge gewesen seien. Sie führen weiterhin an, dass nicht erwiesen sei, dass Mohammed Sadiq Khan auf den erwähnten Video zu sehen und zu hören sei. Das Band könne auch manipuliert worden sein. Khan habe sich nicht zu den konkret genannten Anschlägen geäußert. Die Begriffe „London", „Madrid" und „11. September" seien von ihm nicht gefallen. Erst in einem zweiten Teil des Videos habe Eiman al-Sawahiri diese Anschläge erwähnt. Demzufolge habe sich Khan auch nicht zu den Anschlägen in London bekannt. Im Hinblick auf die Behauptung, Mohammed Sadiq Khan sei ein Selbstmörder, teilt DPA mit, dass zwar in der Tat ein offizieller Abschlussbericht der britischen Behörden noch nicht vorliege. Streng genommen könne demnach nur von „mutmaßlichen Selbstmordattentätern" gesprochen werden. Da niemand aber die objektive Wahrheit kennen würde, könne man sich dieser einzig mit Wahrscheinlichkeiten annähern. In diesem Fall sei es so, dass auch in den Referenzdokumenten von Reuters und Middle East Media Research Institut die Autoren von einem Selbstmord ausgehen würden. Dies würde durch entsprechende Formulierungen klar. Auch in der Tagesschau, die von den Beschwerdeführern als Quelle genannt werde, werde von Selbstmordattentätern gesprochen. Die Rechtsabteilung weist darauf hin, dass die DPA am 13.07.2005 noch von mutmaßlichen Attentätern gesprochen habe. Dies habe der damalige Informationslage entsprochen. Hinsichtlich des Videos teilt DPA mit, dass hier die Anforderungen an Wahrscheinlichkeit und Wahrhaftigkeit von den Beschwerdeführern endgültig überspannt würden. Es seien keine ernst zu nehmenden Anhaltspunkte dafür bekannt, dass die auf dem Video abgebildete Person nicht Mohammed Sadiq Khan sei. Aus einer Berichterstattung der BBC ergebe sich eindeutig, dass es sich um Khan gehandelt habe, dieser sei nämlich von Bekannten identifiziert worden. Auch die von den Beschwerdeführern genannten Referenzquellen würden hiervon ausgehen. Zu dem Vorwurf, Khan habe auf dem Video nicht von den Anschlägen in London, Madrid und New York gesprochen, wird mitgeteilt, dass es in der Meldung hieße, dass Mohammed Sadiq Khan erklärt habe, die Menschen seien selbst schuld an den Anschlägen. Auch wenn er diese Anschläge dann im Einzelnen nicht wörtlich aufführe, so sei der Zusammenhang jedoch offensichtlich. Ziffer 2 des Pressekodex verbiete nicht, einen Vorgang zu interpretieren oder auf Zusammenhänge aufmerksam zu machen, die sich eben gerade nicht aus sich selbst heraus ergeben, die im Video nur zwischen den Zeilen geäußert wurden. An mehreren Stellen des Videos gebe Khan klare Hinweise, dass er sich als einen Soldaten des Terrorkrieges sieht und dieser Terror sich eben gerade in den Anschlägen von New York, Madrid und London niederschlage. B. Erwägungen der Beschwerdekammer I. Die Beschwerdekammer kann in der Berichterstattung keine Verletzung der in Ziffer 2* des Pressekodex definierten journalistischen Sorgfaltspflicht erkennen. Nach Auffassung der Mitglieder ist die Mitteilung, dass es sich um Selbstmordattentäter handelt, durchaus vertretbar. Zwar ist es in der Tat so, dass noch kein offizieller Abschlussbericht der britischen Behörden zum Zeitpunkt der Berichterstattung vorlag. Allerdings war es sehr wahrscheinlich, dass Selbstmordattentäter am Werk waren. Alle Anzeichen deuteten darauf hin. Insofern konnte dies in der Berichterstattung auch mitgeteilt werden. II. Gleiches gilt für die Aussage, dass auf dem Video Mohammed Sadiq Khan zu sehen ist. Die Beschwerdekammer hat keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass dies nicht so ist. Die Agentur hatte zudem in ihrer Stellungnahme mitgeteilt, dass Khan von einer Bekannten identifiziert worden sei und dies aus der Berichterstattung hervorgehe. III. Auch die in dem Artikel veröffentlichte Aussage, Khan habe in dem Band erklärt, die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, Madrid und New York, beurteilt die Kammer als vertretbar. Khan hatte zwar nicht die konkreten Anschläge erwähnt, aufgrund des Kontextes ist es jedoch klar, welche Attentate gemeint sind. Insofern handelt es sich um eine zulässige Darstellung der Redaktion, die die Aussagen Khans interpretiert und dem Leser erläutert. C. Ergebnis Insgesamt liegt kein Verstoß gegen die Publizistischen Grundsätze des Deutschen Presserats vor, so dass die Beschwerdekammer die Beschwerde für unbegründet erklärt. Die Entscheidung ergeht einstimmig. |
Weiterer Beitrag zu den Anschlägen von London am 7.7.2005: |
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Probelauf der 'Attentäter' Was sagen uns die Bilder von Überwachungskameras vom 28.6.2005 in Zusammenhang mit den Anschlägen von London am 7.7.2005? |
Alle Beiträge zu den Anschlägen von London am 7.7.2005 im Überblick: |
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Auffrischung eines Feindbildes Ein Querschnitt durch die Berichterstattung über die Anschläge von London vom 7.7.2005 (Stand: 7.10.2005) |
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Übung und Attentate - gleicher Morgen - gleiche Orte Über ein BBC-Radio-Interview mit dem Ex-Scotland-Yard-Beamten Peter Power am Tag der Anschläge von London am 7.7.2005 (Stand: 7.10.2005) |
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Fernsehauftritt eines 'Attentäters' Über das am 1.9.2005 von Al Dschasira ausgestrahlte Video, in dem Mohammed Sadiq Khan die Anschläge von London vom 7.7.2005 angeblich gesteht (Stand: 6.4.2006) |
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Probelauf der 'Attentäter' Was sagen uns die Bilder von Überwachungskameras vom 28.6.2005 in Zusammenhang mit den Anschlägen von London am 7.7.2005? (Stand: 7.10.2005) |
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Augenzeugen passen nicht ins Konzept Explosion um 9:17 oder kurz nach 8:50 Uhr? Bomben im Rucksack oder unter dem Zug? (Stand: 27.10.2005) |