Medien und Krieg - Die Anschläge von London am 7.7.2005
Augenzeugen passen nicht ins Konzept
Explosion um 9:17 oder kurz nach 8:50 Uhr? Bomben im Rucksack oder unter dem Zug? (Stand: 27.10.2005)



Explosion um 9:17 oder kurz nach 8:50 Uhr?

Am 7.7. und 8.7.2005 erfahren wir allenthalben: der Anschlag auf die U-Bahn nahe Edgware Road (Circle Line westwärts) hat um 09:17 Uhr stattgefunden. Aber Augenzeugen berichten:
  • annähernd eine Minute nach 8:50 Uhr - "I boarded the tube train leaving Edgware Road heading for Paddington at about 8.50am. Approximately a minute later there was a loud explosion..." (Chris Stones, Whitchurch, UK, gemäß BBC)
  • kurz nach 08:50 Uhr - "I was on one of the trains that were damaged at Edgware Rd, and your timings are really wrong. I looked at my phone at 10 to nine, annoyed that I was going to be late for work. The bomb went off shortly afterwards..." (Clem, London, gemäß BBC)
  • vor 08:54 Uhr - "I was on one of the Edgware Rd trains. After the blast I tried to call the office - the call was registered at 08:54. " (Dorothy Flynn, Edinburgh, Scotland, gemäß BBC)
  • etwa um 08:50 Uhr - "I was on the eastbound Hammersmith and City train that had just stopped at Edgware Road station... I know the blast went off at around 8.50am because that is my routine..." (Sigrun Matthiesen, London, Bayswater, gemäß BBC)
Beginnend mit dem 9.7.2005 wird der Anschlag auf die U-Bahn nahe Edgware Road dann mit 08:50 Uhr angegeben - fast zeitgleich mit den Anschlägen auf die beiden anderen U-Bahnen.



Bomben im Rucksack oder unter dem Zug?

Und dann gibt es Augenzeugen-Berichte, von denen wir bisher wahrscheinlich kaum oder eher gar nicht gehört haben:

  • Bruce Lait, Cambridge (gemäß Cambridge Evening News vom 11.7.2005) bezogen auf den Anschlag auf die U-Bahn zwischen Liverpool Street und Aldgate East Station (Circle Line ostwärts):

    He and Crystal were helped out of the carriage. As they made their way out, a policeman pointed out where the bomb had been. It was like a huge electricity surge which knocked us out and burst our eardrums. Tube survivor Bruce Lait: "The policeman said 'mind that hole, that's where the bomb was'. The metal was pushed upwards as if the bomb was underneath the train. They seem to think the bomb was left in a bag, but I don't remember anybody being where the bomb was, or any bag," he said. [...] Reflecting on the ordeal, he said: "Out of that whole carriage, I think Crystal and I were the only ones who were not seriously injured, and I think we were nearest the bomb."

    Ihm [Bruce Lait] und Crystal [Main] wurde aus dem Waggon geholfen. Als sie auf dem Weg nach draußen waren, wies ein Polizist darauf hin, wo die Bombe gewesen war. Es war wie ein gewaltiger Stromschlag, der uns außer Gefecht setzte und unser Trommelfell platzen ließ. Der U-Bahn-Überlebende Bruce Lait: "Der Polizist sagte 'passen Sie auf das Loch auf, das ist dort, wo sich die Bombe befand'. Das Metall war nach oben gedrückt, als wenn sich die Bombe unter dem Zug befunden hätte. Sie scheinen zu denken, daß die Bombe in einer Tasche hinterlassen wurde. Ich erinnere mich aber an niemanden, der dort gewesen wäre, wo die Bombe war, oder an irgendeine Tasche," sagte er. [...] In Erinnerung an die Tortur sagte er: "Außerhalb des Waggons - ich denke, Crystal und ich waren die einzigen, die nicht ernsthaft verletzt waren, und ich denke, wir waren der Bombe am nächsten."

  • Chris Stones, Whitchurch, UK (gemäß BBC) bezogen auf den Anschlag auf die U-Bahn nahe Edgware Road (Circle Line westwärts):

    I boarded the tube train leaving Edgware Road heading for Paddington at about 8.50am. Approximately a minute later there was a loud explosion, darkness, smoke, dust and glass everywhere. Everything went quiet for about 10-20 seconds. Then the screaming started. It was so dark you couldn't see 2 inches in front of you. The window behind me had exploded in, part of the ceiling was on the floor and there was a large hole in the floor. When the tunnel lights came on you could see people with blood on their faces, but everyone was calm and started helping the injured. We broke through into the next carriage where it was even worse.

    Ich bestieg die U-Bahn, die Edgware Road in Richtung Paddington etwa um 8:50 Uhr verließ. Annähernd eine Minute später gab es eine laute Explosion - überall Dunkelheit, Rauch, Staub und Glas. Alles wurde für ungefähr 10 bis 20 Sekunden ruhig. Dann fing das Schreien an. Es war dermaßen dunkel, daß man keine 5 cm weit sehen konnte. Das Fenster hinter mir war nach innen explodiert, Teile der Decke lagen auf dem Boden, und da war ein großes Loch im Boden. Als die Tunnelbeleuchtung anging, konnte man Leute mit Blut im Gesicht sehen, aber jeder war ruhig und begann, den Verletzten zu helfen. Wir verschafften uns Zugang zum nächsten Wagen, wo es genau so schlimm aussah.

  • Danny Belsten, Manchester (gemäß BBC) bezogen auf den Anschlag auf die U-Bahn nahe Edgware Road (Circle Line westwärts):

    I was in the carriage that blew up in the Edgware Road incident, I don't want to describe the memories I have of when I lifted my head up off the floor, but I would like to thank the lady who came from the first carriage who, what seemed to be like my guardian angel just appeared in the doorway of the adjoining carriage. She came straight to me and helped lift the doors that were on top of me then helped me up, took my hand and walked me through the first carriage where the manholes in the carriage were blown out, she and another man, a South African or Australian person, whom I thanked when i was about to get into the ambulance. They both walked me down the side of the track back towards Edgware road, we sat down on the side of the track and i asked her if she was just a passenger or someone else, she said she was a passenger.

    ... sie ... nahm meine Hand und ging mit mir durch den ersten Wagen, wo die Löcher in den Waggon geblasen waren [mehrere!!!] ...

  • Mark Honigsbaum, Guardian-Reporter (gemäß Guardian-Telefonbericht vom 7.7.2005) bezogen auf den Anschlag auf die U-Bahn nahe Edgware Road (Circle Line westwärts):

    This is Mark Honigsbaum calling from the London Hilton Hotel opposite Edgware Road Station where we believe there was an explosion this morning under the carriage of a train. [...] What seems to have happened is that sometime around 9:30 this morning, passengers in a train from Edgware Road travelling to Paddington had just left Edgware Road station when suddenly they felt… they had a massive explosion and some passengers described how the tiles… the covers on the floor of the train suddenly flew up... rose up. And the next thing they know there was another almighty crash which they now believe was a train travelling in the opposite direction hitting their train, which had been derailed by this explosion.

    Hier ist Mark Honigsbaum, der vom Londoner Hilton Hotel gegenüber der U-Bahnstation Edgware Road anruft, wo wir annehmen, daß dort heute morgen unter dem Waggon eines Zuges eine Explosion stattgefunden hat. [...] Was passiert zu sein scheint, ist, daß gegen 9:30 Uhr heute morgen, Fahrgäste in einem Zug, der von Edgware Road nach Paddington fuhr und gerade die U-Bahnstation Edgware Road verlassen hatte, fühlten... sie hatten eine starke Explosion, und einige Fahrgäste beschrieben, wie die Fliesen... der Belag auf dem Boden des Zuges plötzlich hoch flog... aufragte. Und das nächste, was sie wissen: es gab einen mordsmäßigen Knall, der - so glauben sie - verursacht war durch einen in der Gegenrichtung fahrenden Zug, der mit ihrem Zug kollidierte, der durch die Explosion entgleist war.

Diese Aussagen sind bis heute in die Mainstream-Berichterstattung in keiner Weise eingeflossen. Sie würden die Geschichte mit den islamischen Rucksackbombern ins Wanken bringen. Es würde die Frage auftauchen, wer die Sprengsätze unter den U-Bahn-Waggons angebracht hat.


Weiterer Beitrag zu den Anschlägen von London am 7.7.2005:
Auffrischung eines Feindbildes
Ein Querschnitt durch die Berichterstattung über die Anschläge von London vom 7.7.2005

Alle Beiträge zu den Anschlägen von London am 7.7.2005 im Überblick:
Auffrischung eines Feindbildes
Ein Querschnitt durch die Berichterstattung über die Anschläge von London vom 7.7.2005 (Stand: 7.10.2005)
Wieder ein - gelungener - Schritt in Richtung Krieg und Demokratieabbau
Versuch einer systematischen Aufarbeitung des Variantenreichtums in der Berichterstattung über die Anschläge vom 7.7.2005 (Stand: 7.10.2005)
Übung und Attentate - gleicher Morgen - gleiche Orte
Über ein BBC-Radio-Interview mit dem Ex-Scotland-Yard-Beamten Peter Power am Tag der Anschläge von London am 7.7.2005 (Stand: 7.10.2005)
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Über eine Recherche hinsichtlich des Zugverkehrs zwischen Luton und London King's Cross am Morgen der Anschläge von London am 7.7.2005 (Stand: 7.10.2005)
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Über das am 1.9.2005 von Al Dschasira ausgestrahlte Video, in dem Mohammed Sadiq Khan die Anschläge von London vom 7.7.2005 angeblich gesteht (Stand: 6.4.2006)
Probelauf der 'Attentäter'
Was sagen uns die Bilder von Überwachungskameras vom 28.6.2005 in Zusammenhang mit den Anschlägen von London am 7.7.2005? (Stand: 7.10.2005)
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