| Sozialraub - Analysen zur Politik des globalen Kapitals |
Wem gehört das Geldgebirge von 4,1 Billionen Euro? Informationen über die Vermögensverteilung in Deutschland, 14.9.2005
Die Bundesregierung förderte mit ihrer Politik der permanenten Senkung des Spitzensteuersatzes genau die Spitzenverdiener, deren Einkommen in den vergangenen Jahren weit überdurchschnittlich gestiegen sind und die erhebliche Teile davon sparen, d.h. in die Geldvermögensbildung (Aktien, Wertpapiere, Fonds) stecken, der Konsumgüter- und Binnennachfrage also entziehen. Einen Hinweis gibt auch die Entwicklung des Privaten Geldvermögens und seine Verteilung. Dieses Geldgebirge hat sich von 1992 bis 2004 in seiner Höhe von 2 Billionen Euro auf 4,1 Billionen Euro mehr als verdoppelt. Nach dem "World Wealth Report" der Investmentbank Merrill Lynch, besitzt in Deutschland weniger als 1 Prozent der Bevölkerung (756.000 "High Net Worth Individuals") etwa 60 Prozent dieses Geldschatzes. Würde der Staat diesen Superreichen nur 5 Prozent wegsteuern - in etwa der jährliche Vermögenszuwachs - könnte er 120 Milliarden Euro für zusätzliche Staatsnachfrage, für Infrastruktur-, Bildungs- und ökologische Investitionen, requirieren. Quelle: www.isw-muenchen.de/download/konj200503.pdf |